Aller Ende ist schwer | Othmar Auberger

 

Inhaltsangabe

 

 

        Der Maler Klaus Krumpech nimmt Unterricht beim pensionierten Kunsthochschul-Professor Egon Vorholzer. Auf der Suche nach Vervollkommnung seines Talents findet er in ihm einen kompetenten Lehrer, interessanten Gesprächspartner und schließlich auch einfühlsamen Freund. Die größte Unsicherheit des jungen Künstlers zeigt sich beim Beenden eines Bildes: Wann ist alles dargestellt? Wann ist es fertig? Hat er konkret bei der „Weinenden Mutter“ all das zum Ausdruck gebracht, was der Betrachter sehen soll?

 

        So mannigfaltig ihm Vorholzer auch handwerkliches Geschick und technische Fertigkeit vermittelt, bleibt diese Frage von letzterem unbeantwortet. Stattdessen verweist er Krumpech auf die „innere Stimme“ und schickt ihn gleichsam auf Wanderschaft.

 

        Die weiteren Lebensstationen Krumpechs werden in einem regen Briefverkehr zwischen den beiden beleuchtet. Schilderungen seiner Ausbildungswege, höchstpersönliche Geschehnisse, vor allem aber Krumpechs zentrale Sorge um das „Fertigwerden“ wechseln mit Vorholzers Versuchen, den fragenden Gedanken seines Schülers gedeihliche Antworten folgen zu lassen. Zwischen den Briefen eingeschoben finden sich Episoden anderer „Malerkollegen“, die deren Erlebnisse in ähnlichen Situationen aufzeigen – vom Kindergartenkind über die Vernissage eines aufstrebenden Malers bis zu prominenten Größen der Kunstgeschichte. All deren unterschiedliche Herangehensweisen und Erfahrungen werden wiedeum zwischen den Brieffreunden reflektiert.

 

        Die Erzählung begleitet die Entwicklung Krumpechs hin zu einem selbstbewußten Schaffensvorgang, die ihn schließlich vor die Wahl stellt, seine Begabung zum Beruf werden zu lassen oder ein anderes, gesichertes Einkommen zu suchen.