Der duftende Flieder im Frühling führt zu fröhlichem Flattern im Garten,
Falter um Falter beglückt er, wie auch die Bienen, die zarten.
Dann, Monate später gewachsen, betörend auch wieder,
gibt´s ein da capo für alle beim Sommerflieder.
Des Beimwells schwankendes Gleichgewicht wird vom Brummen gestört,
denn seine blauende Blüte die haarigen Hummeln betört.
Auch seine Blätter sind hilfreich: offene Wunden und Schrammen,
gar gebrochene Knochen läßt er wachsen zusammen.
Die Gänseblum´ öffnet am Morgen den Kelch, zur Sonne gewendet,
den sie klug wieder schließt am Abend, weil er Kühle spendet.
Nicht nur das Aug sie erfreut: durch nussige Zartheit ganz leis´
macht mit Leichtigkeit sie auch Salate zu würziger Speis.
Reibt man nur zaghaft an ihm, der Rosmarin duftet im Nu;
dem harten, trockenen Kern aber setzet die Kälte sehr zu.
Dank wärmenden Wickeln im Winter er sommers wunderlich wächst,
verfeinert die Küche, was du am Tische dann vollmundig schmeckst.