Der Regen peitscht mir ins Gesicht.
Ich lach´ der Tropfen, acht´ sie nicht.
Sie netzen Berge, Bäume, Pflanzen
und auf dem harten Boden tanzen
sie lustig auf und ab.
Der Sturm pfeift laut, er biegt die Bäume,
weckt den Schläfer, stört die Träume.
Jedoch die Luft um mich, die Atmosphär‘,
frischt keiner besser auf als er!
Hier atmet es sich gut.
November schickt die Blätter fort,
bringt Regen, Nebel in den Ort.
Doch droben über´m Wolkenmeer,
so weiß ich, scheint die Sonne her,
und mitten mir ins Herz.
Vom hohen Norden eisig kalt
durchzieht er Felder, Berg und Wald:
Der Frost scheint unbarmherzig, bitter.
Wer aber sonst aufs Fenstergitter
malt Eiseszapfen spitz?
Bei Fieber, Husten, Heiserkeit
ist es zum Granteln meist nicht weit.
Doch ich genieß das warme Bett,
sowie mein Herzlieb, die mich nett
betreut, umsorgt und heilt.
Teil um Teil an mir erschlafft:
Der Stiftzahn gibt dem Kiefer Kraft,
Die Brille hilft der Augenschwäche,
doch trotz Verfall ich dennoch lächle;
sind auch die Beine krumm.
Klopft mir Freund Hein das Schulterblatt,
so sag ich servus, doch nicht matt:
Mit festem Händedruck begrüß´ ich!
Die Angst vor ihm schon lang verließ mich,
er ist mir stets Gefährt´.
Ob Wetter, Krankheit, Abschied, Tod:
Tröstend folgt nach jeder Not
Doch immer Licht und Rettung auch.
Ich trag im Herzen, was ich brauch,
und was ich gerne teile.